Elektrisches laden in Luxemburg legt gerade den nächsten Gang ein. Der Staat treibt die Elektrifizierung voran, die Photovoltaik boomt und der Verbrenner verliert rasant an Attraktivität. Kaum jemand verfolgt diese Entwicklung so genau wie Timothée Delebarre, CEO von Aunilec SOLAR, dem luxemburgischen Photovoltaik-Spezialisten, Großhändler und Installateur der go-e Ladestationen. Wir haben mit ihm über intelligentes Laden, Energieunabhängigkeit und die Bedeutung einer europäischen Ladestation gesprochen.
Das Wichtigste in Kürze
Der luxemburgische Staat fördert die Elektrifizierung massiv: Einen Firmenwagen mit Verbrennungsmotor zu behalten, wird finanziell fast unmöglich.
Luxemburg will seine Energieabhängigkeit verringern: Ein Zuwachs von 20 % bei den Photovoltaikanlagen wurde gerade angekündigt, und im Oktober werden neue Förderungen für intelligentes Energiemanagement erwartet.
Intelligentes Laden mit selbst erzeugtem Solarstrom ist die Entwicklung, an die Aunilec SOLAR am stärksten glaubt, mehr als an bidirektionales Laden.
In Luxemburg bevorzugen die Kunden den go-e Charger CORE mit fest angebrachtem Kabel; in Frankreich und Belgien liegt der Gemini vorn.
Für Aunilec SOLAR verkörpert go-e die europäische Unabhängigkeit: innovative Technologie, hergestellt in Europa, zu einem stimmigen Preis.
Inhaltsverzeichnis
Von USV-Systemen zur Photovoltaik : die Geschichte der Aunilec-Gruppe
Wie sieht Zukunft des elektrischen Ladens in Luxemburg aus?
Intelligentes Laden statt bidirektional
Solarenergie als Motor Ladens
Welche Hürden gibt es beim Umstieg aufs E-Auto in Luxemburg ?
Warum setzt Aunilec Solar auf go-e?
Der go-e Charger CORE, der Favorit der Luxemburger
go-e Ladestationen und Solar: eine natürliche Kombination
Großhändler und Installateur: eine bewusste Dopplerolle
Timothées Botschaft an alle, die noch zörgen
Von USV-Systemen zur Photovoltaik: die Geschichte der Aunilec-Gruppe
Aunilec ist eine französisch-luxemburgische Gruppe, die 1999 von zwei ehemaligen Kollegen gegründet wurde, Herrn Aubertin und Herrn Nicolo. Ihre Namen leben bis heute im Firmennamen weiter: „Au“ für Aubertin, „Ni“ für Nicolo und „lec“ für die Elektrizität. „Sie arbeiteten zusammen in einem früheren Unternehmen, das von einem großen Konzern übernommen wurde. Als dieser Konzern beschloss, ihre Abteilung zu schließen, entschieden sie sich, auf eigenen Beinen zu stehen und dieses Geschäft aufzubauen“, erzählt Timothée. Aunilec spezialisierte sich zunächst auf USV-Systeme, Notstromversorgung und Netzqualität, bevor das Unternehmen 2008 in die Photovoltaik einstieg. Timothée Delebarre führt Aunilec SOLAR seit 2022 als CEO, mit einer klaren Mission: „Meine Aufgabe ist es, das Unternehmen weiterzuentwickeln und unter anderem neue Partner zu finden.“
Bei Aunilec SOLAR kommen Solarenergie und elektrisches Laden ganz natürlich zusammen. „Für mich ist das einfach die Logik des heutigen Marktes“, erklärt Timothée. „Wir helfen unseren Kunden, ihre eigene Energie zu erzeugen, und dieselben Kunden sehen ihren Verbrauch mit dem Elektroauto steigen. Das alles in einem Projekt zu bündeln, ergibt Sinn.“
Wie sieht die Zukunft des elektrischen Ladens in Luxemburg aus?
Die Zukunft des elektrischen Ladens in Luxemburg sieht laut Timothée sehr vielversprechend aus. „Der Staat treibt die Elektrifizierung stark voran. Und man muss wissen: Luxemburg, das ist auch die Großregion, also Belgien, Frankreich und Deutschland. Es gibt enorm viele Firmenwagen und Grenzgänger, die luxemburgische Politik wirkt also weit über die Landesgrenzen hinaus.“ Der Wendepunkt rückt näher: „Es wird finanziell fast unmöglich, mit einem Firmenwagen mit Verbrennungsmotor weiterzumachen. Die Zukunft der Elektromobilität in Luxemburg ist also sehr gut, jetzt muss die Infrastruktur aufgebaut werden, um diesen Bedarf zu decken.“
„Was sich in den nächsten Jahren am meisten verändern wird, sind die Gewohnheiten“, meint Timothée. „Luxemburg war beim Strom immer vollständig von seinen Nachbarn abhängig. Heute versucht der Staat, diese Abhängigkeit zu verringern. Deshalb ermutigt er die Luxemburger sehr stark, energetisch unabhängig zu werden.“ Die Signale sind überall: Ein Zuwachs von 20 % bei den Photovoltaikanlagen wurde gerade angekündigt, und im Oktober werden neue Förderungen für Energiemanagementsysteme im Eigenheim erwartet, „um die Häuser intelligent zu machen und das Laden der Fahrzeuge an die Produktion des Hauses anzupassen“, genau das, was Aunilec SOLAR mit seiner App AuniHome anbietet.
Aunilec SOLAR geht noch einen Schritt weiter und hat sich mit Watt Swap zusammengeschlossen, einem jungen luxemburgischen Start-up, das die größte Energiegemeinschaft des Landes aufbaut, mit rund 1.500 Mitgliedern. „Die Verbraucher in der Gemeinschaft können ihr Laden intelligent an die Produktion ihrer Nachbarn anpassen“, erklärt Timothée. „Deshalb wollen wir Teil eines Ökosystems werden und ein globales Ökosystem schaffen.“
Intelligentes Laden statt bidirektional
Intelligentes Laden ist für Timothée der klare Gewinner: „Was heute am meisten Sinn ergibt, ist das intelligente Laden auf Basis der eigenen Energieproduktion.“ Beim bidirektionalen Laden ist er skeptischer: „Vehicle-to-Home, vielleicht. Aber an Vehicle-to-Grid glaube ich überhaupt nicht, wegen des Stresses, den das im Netz erzeugen kann. Alle wollen gleichzeitig laden, und alle speisen gleichzeitig ins Netz zurück. Auf Dauer kann das nicht tragfähig sein. Für mich liegt die Priorität in der Intelligenz im geschlossenen Ökosystem des Kundenhauses, mit Solar und dem Auto.“
Solarenergie als Motor des Ladens
Eine sehr wichtige Rolle, sagt Timothée, und die Politik des Staates beweist es: „Man sieht es ganz klar an den Förder- und Zuschusspolitiken. Sie haben enorm auf die Photovoltaik gesetzt; jetzt fördern sie bis zum Jahresende das Laden; und ab Ende des Jahres setzen sie auf die Intelligenz, die dem System hinzugefügt wird.“
Welche Hürden gibt es beim Umstieg aufs E-Auto in Luxemburg?
Die größten Hürden sind nicht technischer, sondern psychologischer Natur, sagt Timothée: „Da ist immer noch die Angst vor der Reichweite und die Sorge um die Sicherheit wegen möglicher Brände in Garagen. Aber davon abgesehen gibt es keine echten Hindernisse: Der Staat tut, was nötig ist, und die Kommunikation geht in die richtige Richtung. Der Markt ist da.“
Eine typisch luxemburgische Herausforderung bleibt allerdings: Das Land ist klein, aber sehr international. „Man braucht ein System, das vom Arbeitgeber in Luxemburg einfach verwaltet werden kann, aber auch Lösungen beim Arbeitnehmer abdeckt, der nicht unbedingt in Luxemburg wohnt. Es braucht also Systeme, die mit den französischen, luxemburgischen, belgischen und deutschen Normen kompatibel sind. Viele Arbeitgeber fragen sich: Muss ich die Ladestation bei meinem Mitarbeiter im Ausland finanzieren? Das sind jeweils andere Regeln, da gibt es einige Schwierigkeiten.“
Warum setzt Aunilec SOLAR auf go-e?
Aunilec SOLAR hat sich vor allem deshalb für go-e entschieden, weil es ein europäisches Produkt ist. „Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft unsere europäische Unabhängigkeit zurückgewinnen müssen. Auf europäische Produkte zu setzen, das ist für mich die Nummer eins“, erklärt Timothée. „Und bei der Technologie sieht man deutlich, dass go-e sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht: Sie wollen immer weiter innovieren. Das zeigt sich an ihrem Ruf und an ihren starken Partnern wie Fronius in Österreich.“
Auch die Preispositionierung überzeugt ihn: „Ihre Stärke ist es, in Europa zu produzieren, für den europäischen Markt, mit einem Produkt, das technologisch auf Augenhöhe mit der Konkurrenz liegt, zu stimmigen Preisen: nicht zu niedrig, nicht zu hoch. Genau das, was man von einem europäischen Hersteller erwartet, im Einklang mit dem europäischen Lebensstandard.“
Der go-e Charger CORE, der Favorit der Luxemburger
In Luxemburg ist der go-e Charger CORE mit fest angebrachtem Kabel der große Favorit. „Die Leute sind zu faul, das Kabel aus dem Auto zu holen“, schmunzelt Timothée. „Und obendrein haben die Käufer Anspruch auf zusätzliche Förderungen.“ Für Märkte wie Frankreich und Belgien sieht er eher den go-e Charger Gemini vorn: „Es hängt auch vom Kundentyp ab. Wer die Ladestation nicht im Haus montieren kann, bevorzugt vielleicht den Gemini. Da ist das Risiko geringer, dass jemand das Kabel mitnimmt.“
go-e Ladestationen und Solar: eine natürliche Kombination
Die go-e Ladestationen fügen sich perfekt in die Solaranlagen ein, die Aunilec SOLAR anbietet: Das Unternehmen hat sogar ein eigenes Energiemanagementsystem „AUNIHOME“ entwickelt, das Hand in Hand mit dem go-e Charger arbeitet. „Die Installation ist einfach, die Verbindung klappt problemlos“, fasst Timothée zusammen. Das Laden passt sich so automatisch an die Solarproduktion des Hauses an, genau das intelligente Ökosystem, das Aunilec SOLAR seinen Kunden bieten will.
Großhändler und Installateur: eine bewusste Doppelrolle
Heute ist Aunilec SOLAR sowohl Großhändler als auch Installateur von go-e, eine bewusst gewählte Übergangsphase. „Wenn ich heute die Installateursrolle übernehme, dann damit meine Elektriker-Partner das Produkt montieren lassen können, ohne das Risiko tragen zu müssen, ein neues, ihnen unbekanntes Produkt bei einem ihrer Kunden auszuprobieren“, erklärt Timothée. „Sobald sie das Produkt einmal ausprobiert haben und gesehen haben, dass es gut positioniert, einfach zu installieren und schlicht gut ist, sollen sie es dem Endkunden verkaufen, und ich behalte nur noch meine Rolle als Großhändler. Genau so habe ich es mit der Photovoltaik gemacht: Ich habe angefangen, die Baustellen selbst zu übernehmen, und dabei meine zukünftigen Kunden eingebunden.“
Was er an go-e als Partner am meisten schätzt? Die Nähe: „Wir sind zwei Unternehmen mit einer gemeinsamen Philosophie, die menschlich geblieben sind. Das ist das Wichtigste, denn unsere Kunden verlangen Support und Nähe.“
Timothées Botschaft an alle, die noch zögern
Der Umstieg auf das Elektroauto ist kein Selbstzweck, schließt Timothée: Er ist Teil von etwas Größerem. „Es liegt im Zeitgeist, und man sieht es deutlich an der aktuellen Geopolitik: Ein neuer Ölschock steht uns bevor. Es ist auch eine Garantie für Unabhängigkeit und Souveränität: Wenn wir unabhängiger werden wollen, ist das einer der Wege dorthin.“
Du findest Aunilec SOLAR auf LinkedIn, Instagram und Facebook, auf www.aunilec.solar und regelmäßig in der luxemburgischen Presse.